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Tiermedizin in Deutschland

Tiermedizin studieren in Deutschland

Porträt von Konstantin BergerVon Konstantin Berger3 Min. Lesezeit
Symbolbild Deutschlandkarte mit fünf Studienorten für Tiermedizin

Das Wichtigste in Kürze

  • Tiermedizin kannst du in Deutschland nur an fünf Universitäten studieren: FU Berlin, JLU Gießen, TiHo Hannover, Uni Leipzig und LMU München.
  • Die Vergabe der Studienplätze läuft zentral über hochschulstart.de, in drei Quoten: Abiturbestenquote (30 %), Zusätzliche Eignungsquote/ZEQ (10 %) und Auswahlverfahren der Hochschulen/AdH (60 %).
  • Studienbeginn ist ausschließlich zum Wintersemester, bundesweit stehen jährlich ungefähr 1.000 bis 1.100 Studienplätze zur Verfügung.
  • Auch ohne Einser-Abitur gibt es über ZEQ, AdH und TFA-Ausbildung realistische Wege zum Platz, und im Zweifel das Ausland als zweite Option.

Ich bin selbst über dieses Verfahren gegangen und weiß, wie unübersichtlich es sich anfühlt, wenn man zum ersten Mal auf hochschulstart.de landet (Stand: Juli 2026). Dieser Artikel ist dein Einstiegspunkt: Von hier aus verlinke ich dich zu allen Detailfragen.

Fünf Unis, ein Verfahren

Anders als bei den meisten Studiengängen kannst du dir bei Tiermedizin die Uni nicht einfach aussuchen und dich dort direkt bewerben. Die Zulassung läuft bundesweit zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung, besser bekannt unter hochschulstart.de. Du reichst genau eine Bewerbung ein und gibst darin an, in welcher Reihenfolge du die fünf Standorte bevorzugst. Wie diese Bewerbung im Detail abläuft, erkläre ich Schritt für Schritt im Ratgeber zur Bewerbung über hochschulstart.de.

Die fünf Standorte unterscheiden sich deutlich in Stadt, Campus und Auswahlverfahren. Einen ausführlichen Vergleich findest du im Standortvergleich sowie direkt in den Uni-Profilen zu Gießen, Hannover, Berlin, Leipzig und München.

Der NC und die drei Quoten

Tiermedizin gehört zu den Studiengängen mit dem härtesten Numerus Clausus in Deutschland, direkt hinter der Humanmedizin. Die genauen Werte und ihre Einordnung findest du im Ratgeber NC Tiermedizin. Wichtig zu verstehen: Der NC ist nur ein Teil des Bildes. Die Plätze werden über drei parallele Quoten vergeben:

  • Abiturbestenquote (30 %): Hier entscheidet allein die Abiturnote. Details im Ratgeber zur Abiturbestenquote.
  • Zusätzliche Eignungsquote/ZEQ (10 %): schulnotenunabhängige Kriterien wie Berufsausbildung oder Testergebnis zählen; mehr dazu im Ratgeber zur ZEQ.
  • Auswahlverfahren der Hochschulen/AdH (60 %): Jede Hochschule gewichtet Note und weitere Kriterien selbst, ausführlich erklärt im Ratgeber zum AdH.

Auch ohne Einser-Schnitt: reelle Chancen

Wer nicht mit einer Traumnote ins Rennen geht, ist noch lange nicht raus. Eine abgeschlossene Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten oder zum Tiermedizinischen Fachangestellten wird an mehreren Standorten im Auswahlverfahren honoriert. Details dazu findest du im Ratgeber TFA-Ausbildung: Der Bonus im Auswahlverfahren. Generell lohnt es sich, die eigenen Chancen aktiv zu verbessern statt nur abzuwarten. Sieben konkrete Hebel dafür stelle ich im Ratgeber Zulassungschancen verbessern vor.

Wenn es beim ersten Versuch nicht klappt

Ein „Nein“ von hochschulstart.de ist nicht das Ende. Nach dem Hauptverfahren folgt oft noch das Nachrückverfahren, bei manchen Standorten sogar ein Losverfahren um Restplätze – wie das funktioniert, liest du im Ratgeber Losverfahren & Nachrückverfahren. Wer bereits an einer anderen Uni oder im Ausland studiert, kann außerdem versuchen, über den Quereinstieg ins höhere Fachsemester umzusteigen. Für besondere persönliche Umstände gibt es zudem den Härtefallantrag, und wer schon ein Erststudium abgeschlossen hat, findet Infos in Die Zweitstudienquote. Führt gar nichts zum Ziel, ist die Studienplatzklage für manche eine Option.

Fristen im Blick behalten

Das ganze Verfahren steht und fällt mit den richtigen Terminen – von der Bewerbungsfrist bis zum Nachrückverfahren. Eine komplette Übersicht findest du in der Checkliste zu Fristen und Bewerbung.

Und wenn es in Deutschland gar nicht klappt?

Manche Bewerberinnen und Bewerber entscheiden sich unabhängig vom NC bewusst für ein Studium im Ausland – zum Beispiel, weil dort andere Auswahlkriterien gelten. Wie das Studium dort abläuft, liest du im Ratgeber Tiermedizin im Ausland studieren. Und wenn du erstmal reinkommst: Wie das Studium inhaltlich abläuft, zeige ich dir im Ratgeber Ablauf des Tiermedizinstudiums.

Fazit

Tiermedizin studieren in Deutschland heißt: fünf Unis, ein zentrales Verfahren, drei Quoten und deutlich mehr Wege zum Studienplatz, als der NC-Wert allein vermuten lässt. Nimm dir die Zeit, das Verfahren wirklich zu verstehen, bevor du dich bewirbst. Die einzelnen Ratgeber auf dieser Seite führen dich durch jeden Schritt.

Porträt von Konstantin Berger
Über die Autorin/den Autor

Konstantin Berger

Tiermedizinstudent (JLU Gießen)

Konstantin studiert Tiermedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und steckt mitten im klinischen Abschnitt. Auf tiermedizinstudium.eu schreibt er über alles, was er sich vor dem Studium selbst gewünscht hätte: den Weg zum Studienplatz – in Deutschland und Europa – und das, was einen im Studium wirklich erwartet.

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