
Universität Zürich – Vetsuisse-Fakultät
Auf einen Blick
Die Universität
Die Vetsuisse-Fakultät ist die gemeinsame veterinärmedizinische Fakultät der Universitäten Zürich und Bern und damit die einzige Ausbildungsstätte für Tiermedizin in der Schweiz. Am Standort Zürich werden Studierende in den Grundlagenfächern gemeinsam mit dem Standort Bern nach einem einheitlichen, bundesrechtlich geregelten Studienplan ausgebildet, die klinischen Studienabschnitte finden anschließend in den universitätseigenen Kliniken statt. Unterrichtssprache ist Deutsch, einzelne Lehrveranstaltungen werden auf Englisch angeboten. Das zur Universität Zürich gehörende Tierspital ist eine der forschungsstärksten veterinärmedizinischen Kliniken Europas und deckt von Kleintier- über Pferde- bis hin zu Nutztiermedizin ein breites klinisches Spektrum ab, in das Studierende ab den klinischen Studienabschnitten aktiv eingebunden werden.
Aufnahme und Zulassungsbeschränkung
Das Studium unterliegt in der Schweiz einem strengen, bundesrechtlich geregelten Numerus clausus. Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die verfügbaren Studienplätze, entscheidet der Eignungstest für das Medizinstudium (EMS), der jährlich im Juli stattfindet und über swissuniversities gebucht wird (Anmeldeschluss regelmäßig Mitte Februar). Am Standort Zürich stehen für den Bachelor-Studiengang rund 90 Plätze pro Jahrgang zur Verfügung. Entscheidend ist jedoch: Für Bewerber:innen ohne Schweizer Staatsangehörigkeit oder ohne einen von der Universität anerkannten Inländerstatus ist der Zugang stark eingeschränkt. Nach den offiziellen Zulassungsbestimmungen erhalten ausländische Studieninteressierte in der Regel nur dann einen Studienplatz, wenn sie selbst oder ihre Eltern bereits seit mehreren Jahren in der Schweiz wohnhaft sind, oder im Rahmen gesonderter Regelungen für Auslandschweizer:innen. Eine reguläre Bewerbung aus Deutschland ohne entsprechenden Schweizer Wohnsitz- beziehungsweise Aufenthaltsstatus führt nach aktueller Zulassungspraxis in aller Regel nicht zu einem Studienplatz. Hinzu kommt, dass an der Vetsuisse-Fakultät keine Deutschkurse angeboten werden – sehr gute Deutschkenntnisse werden vorausgesetzt. Einen Überblick über realistischere Auslandsoptionen bietet der Beitrag Tiermedizin im Ausland studieren, Hintergründe zu Auswahlverfahren generell auch der Artikel zum Numerus clausus in der Tiermedizin.
Studiengebühren
Für zugelassene ordentliche Studierende liegt die Studiengebühr bei 720 CHF pro Semester, hinzu kommen geringe Nebengebühren (u. a. ASVZ, Bibliotheken). Für Bildungsausländer:innen im Bachelorstudium — dazu zählen Bewerber:innen aus Deutschland — kommt zusätzlich ein Zuschlag von 500 CHF pro Semester hinzu. Die eigentliche Hürde für Studieninteressierte aus Deutschland ist jedoch nicht die Gebührenhöhe, sondern die oben beschriebene Zulassungsbeschränkung für Bewerber:innen ohne Schweizer Inländerstatus.
Quelle für Studiengebühren und Studienplätze: offizielle Website der Universität
Stadt und Alltag
Zürich zählt zu den teuersten Studienstandorten Europas, bietet dafür aber eine exzellente Infrastruktur, kurze Wege und ein hohes Ausbildungsniveau in Klinik und Forschung. Für Studierende mit Schweizer Wohnsitz oder entsprechendem Aufenthaltsstatus ist die Stadt ein attraktiver, gut angebundener Studienort mit internationalem Umfeld. Wohnraum ist allerdings knapp und teuer, weshalb sich eine frühzeitige Wohnungssuche empfiehlt, sobald die Zulassung zum Studium feststeht.
Für wen sich Zürich eignet
Zürich kommt in erster Linie für Bewerber:innen mit Schweizer Staatsangehörigkeit, langjährigem Schweizer Wohnsitz oder anerkanntem Inländerstatus infrage. Für Studieninteressierte aus Deutschland ohne diese Voraussetzungen ist ein Studienplatz nach aktueller Zulassungspraxis nicht realistisch zu erwarten, weshalb sich ein Blick auf andere europäische Standorte empfiehlt.


